Azteken: 1, Schwerkraft: 0
- Bereits im 14. Jahrhundert errichteten die Mexica, besser bekannt als die Azteken, eine Stadt auf dem Wasser. Kein Boden, kein Ackerland, nur Seen und Ehrgeiz. Ihre Lösung? Baugrundstück.
- Sie rammten Holzpfähle in den Seegrund, bildeten eine Umzäunung und füllten diese anschließend mit Erde und Seeschlamm auf. Jede Parzelle wurde durch an den Ecken gepflanzte Weidenbäume verankert – lebende Wurzeln, die das Ganze an Ort und Stelle hielten.
- Die Kanäle fungierten als Bewässerungsgräben. Der Boden war so fruchtbar, dass sie bis zu sieben Ernten pro Jahr einbringen konnten. Es gab weder Bewässerungspumpen noch Kunstdünger – lediglich biologische Konzepte und jahrhundertelange Weiterentwicklung.
- Die heute noch erhaltenen Chinampas in Xochimilco bieten einen Einblick in diese Welt. Sie sind zwar zerbrechlich, aber dennoch produktiv. Einige betreiben konservierende Landwirtschaft; andere bauen Ringelblumen für die Altäre zum Tag der Toten an. Einige sind verlassen. Einige werden von Familien, die schon seit Generationen hier leben, liebevoll gepflegt.




